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Sexualpädagogische Leitsätze der EJO
 

„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ (SGB VIII, §1)
 

In unserem pädagogischen Selbstverständnis schließt dieses Recht die Förderung der sexuellen Entwicklung, die Unterstützung bei der Herausbildung einer eigenen sexuellen Identität und eine altersgemäße Auseinandersetzung mit Themen wie Liebe, Partnerschaft und Sexualität mit ein.

Sexualpädagogik muss dabei mehr sein als eine „Krisen- oder Übergriffs-Präventions-Pädagogik“.

Sexualitätsbejahende bzw. sexualfreundliche Pädagogik erkennt an, dass Sexualität ein wichtiger Bestandteil der jugendlichen Alltagswelt ist und die Auseinandersetzung mit diesem Thema einen dementsprechenden Platz im pädagogischen Alltag finden muss.

Kinder und Jugendliche werden in diesem Dialog als eigenständige Subjekte ihrer sexuellen Entwicklung gesehen, die durch offene Auseinandersetzung und pädagogische Begleitung dazu befähigt werden, selbstbestimmt ihre Lebens- und Liebesform zu wählen.

Bedingung dafür ist ein offenes, von gegenseitigem Respekt geprägtes Klima in der Einrichtung und Mitarbeitende, die vorurteilsfrei den Kindern und Jugendlichen als GesprächspartnerInnen und Rollenvorbilder zur Verfügung stehen.

Als Voraussetzung müssen die Mitarbeitenden eine eigene innere Haltung und Werteorientierung entwickeln, die die Gleichwertigkeit der Geschlechter und sexueller Orientierungen als unabdingbar und selbstverständlich anerkennt.

Ziel jeder Sexualpädagogik ist es in diesem Selbstverständnis, dass Kinder und Ju-gendlichen ihre eigenen Gefühle und Grenzen genauso gut wahrnehmen können wie die Gefühle und Grenzen anderer Personen.

In diesem Sinne ist jede Form von sexualitätsbejahender Sexualpädagogik gleichzeitig immer auch eine Form von Gewaltprävention.

Jede Form von Sexualpädagogik erkennt zudem die individuellen Intimitätsgrenzen sowohl auf Seiten der Betreuten als auch auf Seiten der Betreuenden als höchstes Gut an.

In der alltäglichen Umsetzung gehen wir davon aus, dass wir uns gemeinsam mit den Betreuten und ihren Sorgeberechtigten in einem sich aktiv stetig weiter entwickelnden Prozess befinden.

In diesem Prozess muss jede Gruppe einen eigenen, altersangemessenen Weg finden, wie sie die Kinder und Jugendlichen, für die sie verantwortlich ist, auf ihrem Weg zu körperlichem Wohlbefinden und sexueller Identität und Selbstbestimmung aktiv unterstützen kann.
 
 
 

Quellen:
Elisabeth Tuider: „Wider die Moralpaniken: Eine Positionsbestimmung zu Sexualität und Sexualpädagogik“
Luise Hartwig: „Mädchen-Sein und Sexualpädagogik in der stationären Jugendhilfe“
Beide in:
Forum Erziehungshilfen: Sexualität und Pädagogik in den HzE, Beltz Juventa Verlag 2015, Hrsg: Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen IGFH

 

 
 
 
 
Siehe auch:

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